Gilt die „tl;dr“-Regel wirklich?
TL;DR, also einfach „too long; didn’t read“ („zu lang, nicht gelesen“), ist eine sehr verbreitete Internet-Abkürzung, die im Gegensatz zu langen und anspruchsvollen Inhalten steht. Aber haben wir wirklich ein Problem mit der Lesekultur im Netz?
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TL;DR – Definition
TL;DR – Anwendungsbeispiele
Das Akronym TL;DR wird häufig von Nutzer*innen sozialer Medien verwendet. Hier sind einige Beispiele für Situationen, in denen es im Internet am häufigsten eingesetzt wird:
- während politischer Diskussionen, die immer länger und anstrengender werden – besonders für Nutzer*innen, die sich nicht aktiv an der Debatte beteiligen
- als Kommentar zu langen Materialien, die problemlos kürzer und übersichtlicher hätten geschrieben werden können
- als Antwort auf lange Beiträge, die keinen Mehrwert bieten und im Grunde als Spam wahrgenommen werden
- am Anfang eines Posts, um die Leser*innen vorab darauf hinzuweisen, dass der Text umfangreich ist
Es lohnt sich, TL;DR auch aus einer Marketing-Perspektive zu betrachten. Interessieren sich Nutzerinnen überhaupt für längere Texte? Und was ist mit Bloggerinnen, die fachliche Inhalte vermitteln möchten, die sich nicht immer in ein paar Sätzen zusammenfassen lassen? Entgegen der weit verbreiteten Meinung steht es um unsere Lesebereitschaft im Netz gar nicht so schlecht! 🙂 Und viele Menschen, die aktiv im Internet unterwegs sind, handeln häufig genau entgegen dem TL;DR-Prinzip.
TL;DR: Spielt die Länge eine Rolle?
In Zeiten von sozialen Medien, Memes, GIFs oder kurzen Videos merken wir oft nicht, wie stark wir unsere Botschaft verarmt haben. Obwohl es uns auf den ersten Blick so scheint, als könnten wir den Kern einer Aussage in einem einzigen Satz oder einer Grafik unterbringen, ist das häufig kein ausreichender Träger.
Die Länge von Texten ist ein umstrittenes Thema, und viele Menschen, die sich mit Content Marketing beschäftigen, können nicht eindeutig sagen, wie umfangreich ein idealer Text sein sollte. Letztlich hängt jedoch alles von der Besonderheit unserer Online-Kommunikation ab und davon, wie wir sie gestalten.

Natürlich kann man auch längere Inhalte erstellen – vorausgesetzt, die Leser*innen sind daran gewöhnt. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Facebook kein Ort für lange Geschichten ist, aber zum Beispiel erzielen die langen Beiträge von Janina Daily große Reichweiten und animieren ihre Fans zur Diskussion.

Kommend wir zurück zur Frage vom Anfang: Ja, die Länge spielt eine Rolle, denn sie muss zum Inhaltstyp passen, den wir unseren Leserinnen und Lesern liefern. Eine Fanpage mit lustigen Katzenbildern wird uns eher keine komplexen Geschichten servieren – und das ist auch völlig in Ordnung! Denn die Nutzer*innen schauen dort nicht vorbei, um von den Abenteuern der Autorin oder des Autors auf dem Weg zur Arbeit zu erfahren. 🙂
TL;DR – Umfang und Qualität
Natürlich bedeutet das nicht, dass kürzere Texte Nutzer nicht interessieren können! Ganz im Gegenteil! Es lohnt sich auch, daran zu denken, dass das Erstellen eines inhaltlich kürzeren Textes ebenfalls eine schwierige Aufgabe ist, weil wir dann den gesamten Kern in nur wenigen Sätzen vermitteln müssen – so, dass der Sinn und der Kontext unserer Botschaft darunter nicht leiden.

Man sollte bedenken, dass – entgegen der verbreiteten Meinung – nicht die Länge des Textes am wichtigsten ist, sondern seine Qualität! Du kannst sowohl in zehn als auch in hundert Sätzen interessante, inhaltlich fundierte Inhalte erstellen. Den Leser kann man nicht nur durch den Umfang abschrecken, sondern auch dadurch, dass ein Thema nicht ausreichend erschöpfend behandelt wird!
Wann sagen Leser „tl;dr“?
Können wir „tl;dr“ vermeiden?
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